

Durch den Klimawandel werden Extremwetter-Ereignisse immer häufiger und intensiver. Bei Starkregen handelt es sich um Niederschlag mit über 25 Millimetern pro Stunde – eine Wassermenge, die von den zunehmend versiegelten Böden nicht aufgenommen werden kann. Abwassersysteme werden dadurch überlastet und es kommt zu Überschwemmungen, Sturzfluten, Hangwasser oder Erdrutsche.
Manche Gefahren, etwa unterspülte Straßen, fehlende Kanaldeckel, Stromleitungen unter Wasser oder starke Strömungen, sieht man nicht auf den ersten Blick. Wassermassen können Wege, Gebäude, Brücken und Versorgungsleitungen fluten oder zerstören. Weiters befinden sich im Wasser Treibgut, sowie für den Menschen gefährliche Stoffe wie Chemikalien oder Heizöl. Diese Gefahren werden oft unterschätzt.
Zunehmende Stürme und Hagel-Ereignisse stellen eine Gefahr für die eigene Sicherheit und dein Zuhause dar. Sturm und Hagel können Gebäudeteile, Bäume und Äste herabstürzen lassen und schlimmstenfalls Menschen verletzen. Auch große Sachschäden können dadurch entstehen.
Die Grundvorsorge bildet das Fundament für deine Sicherheit: Notfallpläne, Vorräte, Ausrüstung im Haushalt und ein Notfallrucksack sind die Basis. Informiere dich über dein persönliches Risiko, etwa durch Gefahrenzonenpläne oder Inforationen von Wetterdiensten wie der GeoSphere Austria. Abonniere entsprechende Warnmeldungen der Wetterdienste, wie beispielsweise über ZIVA. Informiere dich über geeignete Schutz-Maßnahmen und lass dich durch Fachfirmen beraten, wie du dein Zuhause vor eindringendem Wasser, Sturm- und Hagelschäden schützen kannst. Solltest du ein Eigenheim bauen, dann berücksichtige entsprechende Installationen bereits in der Planungsphase. Du kannst dir als Vorbereitung auf Starkregen-Ereignisse einen mobilen Hochwasser-Schutz besorgen, wie etwa Sandsäcke oder andere Barrieren, die Fenster und Türen vor eindringendem Wasser schützen. Denke dabei auch an besonders exponierte Fenster, wie beispielsweise in Kellern oder auf Dachböden. Wenn du einen Außenbereich hast, ist es wichtig, diesen zu sichern und Gegenstände so gut wie möglich zu befestigen und vor herabfallenden Ästen, Ziegeln und Hagelkörnern zu schützen.
Bei Unwetter und Starkregen solltest du rechtzeitig Innenräume aufsuchen und dortbleiben. Wichtig ist, dass du laufend informiert bleibst! Halte dich an die Anweisungen der Behörden, die dir in einer Gefahrensituation genau sagen, was zu tun ist. Schalte vorsorglich die Leitungen für Strom, Gas und Wasser vorsorglich ab oder trenne empfindliche Geräte jedenfalls vom Strom. Bei drohendem Wassereintritt ins Gebäude, begib dich in obere Stockwerke. Gehe nicht in Keller oder Tiefgaragen, da Wasser sehr rasch steigen kann – es herrscht dort akute Lebensgefahr!
Wenn du dich bei einem Gewitter im Freien befinden solltest und nicht in Innenräume flüchten kannst, stelle die Füße eng beisammen, gehe in die Hocke und halte dich von Metallteilen fern. Wenn du dich im Auto befindest, bleibe drinnen und berühre keine Metallteile. Beachte, dass ein Unwetter weitere Ereignisse wie Überschwemmungen oder Erdrutsche verursachen kann. Halte dich im Freien unbedingt von überschwemmten Bereichen fern und gehe, schwimme oder fahre niemals über diese.
Nach einem Unwetter solltest du, sofern es sicher ist, dein Wohnhaus auf Beschädigungen begutachten und dokumentiere Schäden. Rufe Fachpersonal bei Beschädigungen von Bausubstanz, Heizungsanlagen oder elektrischen Geräten. Ist der Keller geflutet, beachte unbedingt die Gefahr eines Stromschlags und die mögliche Freisetzung gefährlicher Stoffe, wie Heizöl oder anderer Chemikalien. Rufe in solchen Fällen die Feuerwehr. Bleibe weiter sehr vorsichtig, wenn du ins Freie gehst, da die Gefahr von herabstürzenden Ästen auch nach einem Unwetter noch vorhanden sein kann. Halte dich weiterhin fern von gefluteten Bereichen, denn mitgeschwemmte Gegenstände und Substanzen im Wasser können gefährlich sein. Schütze dich daher bei Aufräumarbeiten mit Arbeitskleidung und halte dich fern von verschmutztem Wasser.