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Wissen

Der Zivilschutzverband bereitet hier thematisch unterteilte Informationen auf, die zum Bevölkerungsschutz in möglichen Krisen und Gefahrensituationen beitragen sollen.

Eine Lawine ist eine große Schneemasse, die sich plötzlich von einem Hang löst und schnell ins Tal hinunterrutscht. Sie kann von selbst abgehen, absichtlich ausgelöst werden (z. B. durch Sprengungen) oder auch durch Menschen, etwa beim Skifahren. Es gibt verschiedene Arten von Lawinen, die sich in Geschwindigkeit, Masse und Zerstörungskraft unterscheiden. Manche sind locker und staubig, andere schwer und nass. Lawinen können sehr schnell werden – bis zu etwa 250 km/h – und bewegen sich oft entlang von Geländeformen wie Rinnen oder Mulden, wo sie noch an Kraft gewinnen. Treffen sie auf Häuser, Straßen oder andere Infrastruktur, können sie große Schäden anrichten und Menschen in Gefahr bringen. Besonders in alpinen Regionen sind Lawinen eine wichtige Naturgefahr, weil dort steile Hänge, viel Schnee und menschliche Nutzung eng zusammenkommen.

In Österreich zeigen die Gefahrenzonenpläne, wo Lawinen gefährlich werden können. Die Rote Zone ist die gefährlichste Zone, denn hier besteht eine große Gefahr durch Lawinen. Es kann zu großen Zerstörungen und akuter Lebensgefahr kommen. In der gelben Zone ist die Gefahr weniger stark, Lawinen können jedoch genauso auftreten. Bauen ist dort eingeschränkt möglich, aber nur mit entsprechenden Schutzmaßnahmen. Auslaufbereiche bzw. Raumrelevante Bereiche sind Bereiche, die im Extremfall von Lawinen betroffen sein können. Hier herrscht normalerweise keine unmittelbare Gefahr, Lawinen können sich dorthin allerdings auch ausbreiten. Hier sollte man vorsichtig sein!

Neben Lawinen zählen auch Schneeverwehungen, eingeschränkte Sicht und extreme Kälte zu den Gefahren des Winters. Starker Schneefall kann zusätzlich Dächer belasten, Verkehrswege blockieren und die Stromversorgung beeinträchtigen. Besonders in alpinen Regionen besteht ein erhöhtes Risiko, aber auch im Siedlungsraum können große Schneemengen problematisch sein.

Auch hier ist die Grundvorsorge entscheidend! Bereite dich auf mögliche Ausfälle von Strom oder Verkehrswegen vor. Stelle sicher, dass du ausreichend Lebensmittel, Wasser, Lichtquellen, Batterien, ein Notfallradio und Möglichkeiten zum Wärmen hast. Überlege dir, wie du im Notfall kommunizierst und handelst und besprich Notfallpläne mit deinem engsten Umfeld.
Informiere dich regelmäßig über Wetter- und Lawinenwarnungen in deiner Umgebung. Gehe kein Risiko ein und halte dich fern von Bereichen, die eine hohe Lawinenwarnstufe haben. Vermeide bei starkem Schneefall den Aufenthalt im Freien. Suche dir innerhalb deines Zuhauses einen lawinensicheren Raum. Im Idealfall hat er wenige Fenster, bzw. Fenster zur Handabgewandten Seite und du bist dort sicher, bis weitere Hilfe eintrifft.

Informiere dich über Wetter- und Lawinenwarnungen und halte dich fern von gefährlichen Gebieten. Bleibe möglichst in geschützten Innenräumen. Folge behördlichen Anweisungen und meide ungesicherte Hänge oder Wege. Suche im Innenraum einen möglichst sicheren Raum auf (z.B. den vorher festgelegten Raum im Falle einer Lawine) und halte deine wichtigsten Vorräte griffbereit. Bei starkem Schneefall solltest du erst dann räumen, wenn es sicher möglich ist – setz dich keiner Gefahr aus! Vermeide Räume mit einer großen Deckenspannweite.

Entferne Schnee und Eis vorsichtig und überprüfe Gebäude auf Schäden, insbesondere Dächer und Leitungen – bringe dich aber niemals selbst in Gefahr! Unterstütze bei Bedarf andere und achte auf anhaltende Gefahren wie Dachlawinen oder Eisbildung. Wenn du dir unsicher bist, konsultiere eine Fachfirma oder rufe die Feuerwehr bei akuter Gefahr. Ergänze deine Vorräte und verbessere deine Vorbereitung für zukünftige Winterereignisse.

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